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Entstehung von Frauenhäusern

Im Rahmen der neuen Frauenbewegung sollte in London ein Treffpunkt für Frauen/ Hausfrauen und Mütter entstehen. Dafür wurde 1971 ein Abbruchhaus zur Verfügung gestellt. „Innerhalb ganz kurzer Zeit kam eine Frau rein, zog ihren Pullover aus, zeigte ihre blauen Flecken und sagte: ‚Niemand hilft mir‘, und ich sagte ‚dann bleiben sie am besten hier.‘“


In Österreich wurde das erste Frauenhaus im Jahr 1978 in Wien eingerichtet, 1981 wurden die Frauenhäuser in Innsbruck und Graz, 1982 in Linz, 1984 in Klagenfurt usw. eröffnet.


Die Frauenhäuser werden in Österreich überwiegend aus öffentlichen Mitteln der Bundesländer finanziert. In der Steiermark gibt es seit dem Jahr 2005 das Steirische Gewaltschutzeinrichtungsgesetz, das Frauen und Kindern Hilfe in einer Frauenschutzeinrichtung gewährt, wenn sie Gewalt durch einen nahen Angehörigen ausgesetzt sind.

Das Grazer Frauenhaus

Unter der Führung von Grete Schurz gründeten drei voneinander unabhängige Frauengruppen 1980 den Verein „Grazer Fraueninitiative – Soforthilfe für bedrohte und misshandelte Frauen und deren Kinder“. Die langwierigen Bemühungen der Geld- und Haussuche fanden am 12. Dezember 1981 in der Eröffnung des Grazer Frauenhauses ihr Ziel.

Altes Frauenhaus

Lange Jahre in einem viel zu kleinen Haus mussten vergehen, bis das Grazer Frauenhaus im November 1999 in ein größeres Haus umziehen konnte.

Im Grazer Frauenhaus stehen 24 Zimmer mit insgesamt 45 Betten zur Verfügung, wobei für jeweils zwei Zimmer eine Sanitäreinrichtung mit Bad und WC vorhanden ist.

Von den Bewohnerinnen gemeinsam genutzt werden eine Küche, ein großer Speisesaal bzw. Aufenthaltsraum und ein Wohnzimmer. Für die Kinder gibt es ein Spielzimmer, einen Erlebnisraum, einen Bastelraum, ein Jugendzimmer sowie einen großen Garten.